Für Menschenrechte und Demokratie

Wir sind eine Initiative Odenwälder Bürgerinnen und Bürger, die sich am 04. Oktober 2006 gebildet hat. Unmittelbarer Anstoß waren die im Sommer angekündigten Neonazi-Aufmärsche im Odenwald. Wir wollen auf einer möglichst breiten gesellschaftlichen Basis viele Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Parteien, Gewerkschaften und andere Organisationen für eine Mitarbeit gewinnen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, intolerantes Verhalten, Gewalt, Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nachhaltig zu bekämpfen.

Wir wollen eine kritische Auseinandersetzung mit den Ursachen anstoßen.

Wir freuen uns über Menschen, die auch daran interessiert sind und diese Ziele teilen.

Machen Sie mit!

Rechtsextreme können nur da laut sein, wo wir zu leise sind.

10 Jahre "Odenwald gegen Rechts - bunt statt braun"

Zur Jubiläumsveranstaltung wird das Theater- Projekt von  Andreas Breiing und Carsten Kristofiak "Tischgespräche mit Hitler" aufgeführt.

Dieses spannende Lehrstück lässt die Zuschauer die privaten Tischreden von Adolf Hitler nacherleben. Den Zuschauern wird ein erhellender Einblick in die Persönlichkeit von Adolf Hitler gegeben. Diese Darstellung erfolgt mit der Absicht: „Man muss Hitler auf seine private Persönlichkeit reduzieren, um ihn von seinem Kultstatus zu entzaubern!“

„bunt statt braun“ steht mit seiner Arbeit in Form von Veranstaltungen und Aktionen für eine offene und tolerante Gesellschaft in der Region.

Der Eintritt ist frei, die Anzahl der Karten ist jedoch begrenzt.

Eine Anmeldung ist daher bis zum 20. 9. erforderlich unter rittip@gmx.de.

Das Bündnis „Odenwald gegen Rechts“ als Anzuhörende zum Thema Rechtsextremismus im Hessischen Landtag

 „Mit Flüchtlingen und Asyl hat die rechte Szene ihr absolutes Thema gefunden“. Diese Aussage des hessischen Verfassungschutzpräsidenten Robert Schäfer bei der Anhörung im Wiesbadener Landtag am 7.9. fasste kurz zusammen, was primär während der 6-stündigen Veranstaltung erörtert wurde. Bei der besonderen Affinität der Rechtsextremisten zu Waffen und Gewalt könnten deren Straftaten auch in Terrorismus enden, warnt Schäfer.

Dr. Rainer Becker, Leiter des Demokratiezentrums im Beratungsnetzwerk Hessen an der Universität Marburg, erwähnte in seiner Stellungnahme die „nicht erledigten Hausaufgaben der Politik“, womit er die nicht ausreichenden Mittel für präventive Maßnahmen ansprach.

Das Bündnis „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ weist in seiner Stellungnahme darauf hin, wie unverblümt mittlerweile in Hasskommentaren im Internet offen zu Gewalt aufgerufen wird. Hier sind Tabus gefallen. Auch durch repressive Maßnahmen muss eindeutig klargemacht werden, dass ein Rechtsstaat Bedrohungen, Übergriffe oder gar Selbstjustiz nicht duldet. Das Bündnis versteht die freiheitlich- demokratische Grundordnung als allumfassende Schutz- und Präventionsinstanz des Rechtsstaates gegenüber allen Menschen, unabhängig ihrer Herkunft, Religion, ihres Geschlechts und der sexuellen Orientierung. Es stellt dabei klar, dass mehr in politische Bildung, Ausrüstung und Personal an Schulen als präventive Maßnahme investiert werden muss.

Diese Forderung wurde von fast allen Teilnehmern der Anhörung geteilt.

Wir begrüßen daher ausdrücklich die Erklärung und Einschätzung der Regierungsfraktionen, wenn in den Ausführungen des Antrages von „der Notwendigkeit präventive[r] Mittel“ zur Extremismusbekämpfung die Rede ist, betonen und kritisieren jedoch ausdrücklich, dass gerade in den letzten Jahren staatliche Mittel und Zuschüsse gekürzt wurden.

Professor Bundschuh von der Hochschule Koblenz stellte fest: „Ältere sind verantwortlich für das, was Jugendliche machen, sagen und welchen Vorbildern sie folgen.“  

Begrüßung der Zeitzeugen durch Dr. Benjamin Heimerl, Ev. Dekanat Odenwald

Liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen,

und besonders: liebe Zeitzeugen.

Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Grußwort von Odenwald gegen Rechts einleiten soll.

Wünsche ich uns einen schönen Abend? Einen guten Tag? Oder gar Viel Spaß?  

Alle Begrüßungen scheinen mir völlig unangemessen.

„Fragt uns, so lange wir noch antworten können!“

Öffentliche Veranstaltung mit Überlebenden des

 nationalsozialistischen Terrors

am 22. Juni 2016 im Koster Höchst

Sie haben den Holocaust überlebt und in Nazi-Konzentrationslagern die Hölle erlebt. Seit Jahren kämpfen sie unermüdlich gegen das Vergessen und das vergiftete Gedankengut der rechten Szene. „Wir müssen dies alles unseren Kindern und Enkelkindern erzählen, damit das, was wir erlebt haben, nie wieder passiert.“ (Birkenau-Häftling  Jacek Zieliniewicz)

Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990

Ausstellung im Gymnasium Michelstadt 

Die Todesopfer der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) sind einer breiten Öffentlichkeit bekannt, auch an die tödlichen Brandanschläge von Mölln und Solingen erinnern sich etliche. Den meisten ist nicht bekannt, dass über 180 Menschen seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer fielen. Sie wurden getötet, weil für sie im Weltbild der extremen Rechten kein Platz war, manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Die Ausstellung „Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990“ möchte den vielen kaum bekannten Opfern einen Namen geben, öffentlich machen, dass sie nicht Opfer eines "normalen" Gewaltverbrechens wurden und die anhaltende Verdrängung rechter Gewalt thematisieren.

Die Ausstellung des Bündnisses „Odenwald gegen Rechts“ wird vom 25.04. bis 29.04.2016 im Multiraum des Gymnasiums Michelstadt Schülerinnen und Schülern gezeigt.

Besucher sind in der Zeit von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr nach Anmeldung im Schulsekretariat willkommen.

 

 

Stellungnahme von „Odenwald gegen Rechts“ zu den Flüchtlingen

                                                              

März 2016

 Das Bündnis „Odenwald gegen Rechts“ erklärt sich uneingeschränkt solidarisch mit den geflüchteten Menschen, die zu uns kommen!

Für eine gewaltfreie Welt

„Wir demonstrieren für eine friedliche Welt und ein gutes Leben für ALLE!“

Zum Odenwälder Friedensmarsch von Erbach nach Michelstadt am 26. März 2016 ist die Bevölkerung herzlich eingeladen.

„Für eine Welt ohne Grenzen – gegen Rassismus und rechte Hetze“

Wir wollen uns nicht daran gewöhnen, dass Flüchtlingsunterkünfte brennen  und Menschen, die vor Krieg und Tod flüchteten bei uns verhöhnt, angegriffen und verletzt werden.   

Julias Gedanken: Es reicht!

Vor ein paar Wochen war ich noch eine völlig unbedarfte, politisch uninteressierte junge Frau.

Ich hatte gehört, dass es – irgendwo weit weg- Leute gibt, die von Hass und Missgunst getrieben sind.

Dann musste ich entdecken, dass es diese Menschen auch im Odenwald gibt.

Sie verstecken sich hinter einer Partei und glauben daher Narrenfreiheit zu haben.

 Doch das darf nicht sein!

Im Labyrinth des Schweigens

Filmvorführung in den Erbacher Lichtspielen

„Im Labyrinth des Schweigens“ ist ein deutsches Filmdrama aus dem Jahr 2014, das die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitz-Prozesse thematisiert.

Im August 2015 wurde dieser Film als deutscher Kandidat für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie bester fremdsprachiger Film benannt.

Am Dienstag, 2. Februar, wird „Im Labyrinth des Schweigens“ um 19 Uhr in den Erbacher Lichtspielen gezeigt.  

 

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