Für Menschenrechte und Demokratie

Wir sind eine Initiative Odenwälder Bürgerinnen und Bürger, die sich am 04. Oktober 2006 gebildet hat. Unmittelbarer Anstoß waren die im Sommer angekündigten Neonazi-Aufmärsche im Odenwald. Wir wollen auf einer möglichst breiten gesellschaftlichen Basis viele Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Parteien, Gewerkschaften und andere Organisationen für eine Mitarbeit gewinnen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, intolerantes Verhalten, Gewalt, Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nachhaltig zu bekämpfen.

Wir wollen eine kritische Auseinandersetzung mit den Ursachen anstoßen.

Wir freuen uns über Menschen, die auch daran interessiert sind und diese Ziele teilen.

Machen Sie mit!

Rechtsextreme können nur da laut sein, wo wir zu leise sind.

Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990

Ausstellung im Gymnasium Michelstadt 

Die Todesopfer der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) sind einer breiten Öffentlichkeit bekannt, auch an die tödlichen Brandanschläge von Mölln und Solingen erinnern sich etliche. Den meisten ist nicht bekannt, dass über 180 Menschen seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer fielen. Sie wurden getötet, weil für sie im Weltbild der extremen Rechten kein Platz war, manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Die Ausstellung „Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990“ möchte den vielen kaum bekannten Opfern einen Namen geben, öffentlich machen, dass sie nicht Opfer eines "normalen" Gewaltverbrechens wurden und die anhaltende Verdrängung rechter Gewalt thematisieren.

Die Ausstellung des Bündnisses „Odenwald gegen Rechts“ wird vom 25.04. bis 29.04.2016 im Multiraum des Gymnasiums Michelstadt Schülerinnen und Schülern gezeigt.

Besucher sind in der Zeit von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr nach Anmeldung im Schulsekretariat willkommen.

 

 

Stellungnahme von „Odenwald gegen Rechts“ zu den Flüchtlingen

                                                              

März 2016

 Das Bündnis „Odenwald gegen Rechts“ erklärt sich uneingeschränkt solidarisch mit den geflüchteten Menschen, die zu uns kommen!

Warum fliehen diese Menschen?

Sie fliehen vor Kriegen und Bürgerkriegen, vor politischer und rassischer Verfolgung und vor Gewalt und Folter. Sie fliehen aber auch, wenn sie in ihrem Land keine Perspektive mehr haben für ihre Zukunft und ihr Überleben.                                                                                                        Dies wird einerseits ausgelöst durch Klimakatastrophen, wie Dürren und Überschwemmungen, welche die Existenzgrundlage vernichten.  Andererseits aber auch durch eine massiv ungerechte Wirtschaftspolitik der Industriestaaten -  zum Beispiel mittels einseitiger „Freihandelsabkommen“,  mit der Folge der Zerstörung lokaler Wirtschaftskreisläufe  und unmenschlicher Ausbeutung in vielen Teilen der Welt. Letztlich verantwortlich ist aber auch der Einsatz von Kriegswaffen, produziert in Deutschland als drittgrößtem Waffenproduzenten der Welt.

Menschen, die ihr Leben auf der Flucht riskieren, damit zu stigmatisieren als ob sie nur fliehen, um von unserem sozialen Netz zu profitieren, das heißt sie als „Sozialschmarotzer“ zu bezeichnen, ist pervers, widerlich und geht an der Wirklichkeit vorbei.

Es hat Regierungen in Europa und viele der Menschen hier wenig berührt oder nicht interessiert, dass z.B. in Syrien mehr als 250.000 Menschen in den letzten Jahren umgebracht wurden. Erst als zehntausende Menschen keinen anderen Ausweg mehr gesehen haben als zu fliehen, war die Aufregung plötzlich groß, obwohl die Flüchtlingsbewegungen klar vorhersehbar waren!

Das Recht auf Asyl ist ein Grund- und Menschenrecht. Odenwald gegen Rechts verteidigt dieses Recht gegen rassistische und fremdenfeindliche Angriffe. Erschreckend viele Menschen sind empfänglich für die Verleumdungen und Hetzparolen der rechten Scharfmacher, die mit dem Vokabular aus der Mottenkiste des Faschismus Dummheit und Vorurteile schüren und unsere gelebte Demokratie in Frage stellen. Dem treten wir entschieden entgegen.

Nach dem 2. Weltkrieg waren die Millionen Flüchtlinge aus den Deutschen Ostgebieten auch Hetztiraden ausgesetzt. Die vertriebenen Deutschen waren in Westdeutschland längst nicht überall willkommen.

Wie sich die Bilder gleichen!

Heute blicken wir auf das unbeschreibliche Leid der geflohenen Menschen und heißen sie in unserem Land willkommen. Gemeinsam mit vielen anderen Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen unterstützen wir sie dabei, sich in ihrer neuen Lebenslage zurecht zu finden, um sich möglichst bald integrieren zu können.

Nicht Grenzen, sondern Menschen müssen geschützt werden!

Setzen Sie sich mit uns für eine Gesellschaft ein, in der für Rassismus und Menschenverachtung kein Platz mehr ist!

Für eine gewaltfreie Welt

„Wir demonstrieren für eine friedliche Welt und ein gutes Leben für ALLE!“

Zum Odenwälder Friedensmarsch von Erbach nach Michelstadt am 26. März 2016 ist die Bevölkerung herzlich eingeladen.

„Für eine Welt ohne Grenzen – gegen Rassismus und rechte Hetze“

Wir wollen uns nicht daran gewöhnen, dass Flüchtlingsunterkünfte brennen  und Menschen, die vor Krieg und Tod flüchteten bei uns verhöhnt, angegriffen und verletzt werden.   

Julias Gedanken: Es reicht!

Vor ein paar Wochen war ich noch eine völlig unbedarfte, politisch uninteressierte junge Frau.

Ich hatte gehört, dass es – irgendwo weit weg- Leute gibt, die von Hass und Missgunst getrieben sind.

Dann musste ich entdecken, dass es diese Menschen auch im Odenwald gibt.

Sie verstecken sich hinter einer Partei und glauben daher Narrenfreiheit zu haben.

 Doch das darf nicht sein!

Im Labyrinth des Schweigens

Filmvorführung in den Erbacher Lichtspielen

„Im Labyrinth des Schweigens“ ist ein deutsches Filmdrama aus dem Jahr 2014, das die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitz-Prozesse thematisiert.

Im August 2015 wurde dieser Film als deutscher Kandidat für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie bester fremdsprachiger Film benannt.

Am Dienstag, 2. Februar, wird „Im Labyrinth des Schweigens“ um 19 Uhr in den Erbacher Lichtspielen gezeigt.  

 

Häftlinge des Konzentrationslagers Osthofen aus dem Kreis Erbach

Vortrag von Frau Ramona Dehoff, Leiterin der Gedenkstätte Osthofen
am 19. Januar 2016 um 19.00 Uhr
im Historischen Rathaus in Michelstadt, Markt 1

Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt in Deutschland seit 1990


21. Januar bis 11. März 2016 Landratsamt des Odenwaldkreises Michelstädter Str. 12,  64711 Erbach, Öffnungszeiten: Mo., Di., Do., Fr. 8 – 12 , Do. 14 –17.30 

Ausstellungseröffnung: 21.01.2016 , 17.30 Uhr

Help – Benefiz mit Kunst und Musik für Sea-Watch

    

Drei Live-Bands und 30 Künstler gestalten am Samstag, 17. Oktober, „Help“, eine Veranstaltung zugunsten der Flüchtlings-Rettung im Mittelmeer.

Hand drauf - der Odenwald ist bunt

Landrat Frank Matiaske war einer der ersten, die dem Aufruf des Bündnisses „Odenwald gegen rechts“ gefolgt sind und die Vielfalt im Odenwald mit einem bunten Handabdruck begrüßt haben. Noch viele Hände folgten beim Auftakt der 

Interulturellen Woche Odenwald. Ein ganzes Jahr lang will das Bündnis „Odenwald gegen rechts“ bei Veranstaltungen mit Farben und Leinwand aufrufen, per farbigen Handabdruck die Aktion „Hand drauf! Der Odenwald ist bunt!“ zu unterstützen. „Bunt statt braun“ so startete das Bündnis 2006 mit seiner Arbeit, Veranstaltungen und Aktionen, die für eine offene und tolerante Gesellschaft in der Region stehen. Nächsten Herbst, zum zehnten Jubiläum, das im Rahmen der IKW 2016  mit einer Benefiz-Gala gefeiert werden soll, werden die bunten Hand-Bekenntnisse versteigert. Der Erlös soll dann der weiteren Arbeit für einen weltoffenen Odenwald zugute kommen. Foto: Gabriele Lermann 

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