Für Menschenrechte und Demokratie

Wir sind eine Initiative Odenwälder Bürgerinnen und Bürger, die sich am 04. Oktober 2006 gebildet hat. Unmittelbarer Anstoß waren die im Sommer angekündigten Neonazi-Aufmärsche im Odenwald. Wir wollen auf einer möglichst breiten gesellschaftlichen Basis viele Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Parteien, Gewerkschaften und andere Organisationen für eine Mitarbeit gewinnen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, intolerantes Verhalten, Gewalt, Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nachhaltig zu bekämpfen.

Wir wollen eine kritische Auseinandersetzung mit den Ursachen anstoßen.

Wir freuen uns über Menschen, die auch daran interessiert sind und diese Ziele teilen.

Machen Sie mit!

Rechtsextreme können nur da laut sein, wo wir zu leise sind.

Kontinuierlich stark gegen rechtes Gedankengut

 

 

                  Peter Rittmeyer (von links), Michael Reuter, Irmhild Rittmeyer, Jutta Emig, Harald Staier,

                  Eva Heldmann, Elke und Klaus Peter Rösler, Jörg Springer, Rüdiger Holschuh und

                  Staatssekretär Christian Lange. Foto: Odenwald gegen Rechts

 

Gabriele Lermann

Preisverleihung: Bündnis „Odenwald gegen Rechts – Bunt statt Braun“ vom Bündnis für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet.  

Odenwaldkreis/Heidelberg. „Engagement für unsere Demokratie ist unabdingbar". Anlass gibt dieser Leitsatz dem Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT), im Jahr 2000 vom Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründet, alljährlich Initiativen, Vereine und Gruppen für besonders nachhaltiges Engagement auszureichen. Am Montag, 3. Juli, fand die Preisverleihung  für den Südeutschen Raum des Wettbewerbes 2016 in Heidelberg statt. Unter den zwölf prämierten Projekten (aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland)  ist auch das Odenwälder Bündnis „Odenwald gegen rechts- bunt statt braun“. Der Preis richtete sich hauptsächlich an die langjährige Vorsitzende des Bündnisses Irmhild Rittmeyer (Michelstadt). Begleitet wurde die pensionierte Lehrerin, über viele Jahre Studienrätin am Michelstädter Gymnasium, von ihren Mitstreitern an der Spitze von „Odenwald gegen Rechts“ Eva Heldmann, Jutta Emig, Elke und Klaus Peter Rösler sowie Harald Staier. Von politischer Seite her wurden die Preisträger von dem Vorsitzenden des Kreistags MdL Rüdiger Holschuh, dem Kreisbeigeordneten Dr. Michael Reuter und Breubergs Bürgermeister Jörg Springer (alle SPD) begleitet.

Der Prämierung vorausgegangen war der Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“, bei dem sich die verschiedenen Gruppierungen bewerben konnten. Die feierliche Preisverleihung übernahmen zwei Mitglieder des BfDT-Beirats. „Ein stetiges und nachhaltiges zivilgesellschaftliches Engagement ist für unsere Demokratie unabdingbar. Heute haben wir zwölf vorbildliche Projekte auszeichnen können - ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich und hoffe, dass ihre kreativen Ideen viele Nachahmerinnen und Nachahmer finden werden!" So der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Christian Lange. Dr. Alexandra Kurth, Justus-Liebig-Universität Gießen, freute sich über die große Zahl der Beiträge zur Stärkung von Demokratie und Toleranz und unterstrich die Bedeutung der ausgezeichneten Projekte: „Heute haben wir eindrücklich gesehen, wie viele Menschen sich ganz konkret vor Ort für unsere Demokratie, gegen Rassismus, Antisemitismus oder gegen Islamismus einsetzen. Auch kleine Initiativen können viel bewegen - und häufig sind sie es, die ganz besonders kreative und innovative Ansätze verfolgen."

 „Nachhaltigkeit durch Kontinuität – zehn Jahre Odenwald gegen Rechts“, damit überzeugte das Bündnis, das im Vorjahr seinen zehnten Geburtstag feierte. Gegründet wurde es 2006 anlässlich angekündigter Naziaufmärsche in der Region. Von der ersten Stunde steht Irmhild Rittmeyer an der Spitze der Bündnisarbeit, ist der maßgebliche Motor für die Kontinuität. Im Jubiläumsjahr, von  September 2015 bis September 2016, führte das Bündnis zwölf Veranstaltungen durch. Seit vielen Jahren bereichert das Bündnis die „Interkulturelle Woche Odenwald“ mit einer eigenen Veranstaltung. Zu den Veranstaltungen zählen unter anderem Aufklärung mittels Ausstellungen und Infobeiträge in Schulen, Kulturveranstaltungen und Erwachsenenbildung. Das Jubiläumsjahr krönte das Bündnis zum Abschluss mit dem Kabarettisten Andreas Breiing, der sein bewegendes Programm „Hitlers Tischgespräche“ auf Einladung von „Odenwald gegen Rechts“ im Michelstädter „Patat“ zeigte. Für einen Aufklärungstag an der Georg-Ackermann-Schule (Rai-Breitenbach) gewann das Bündnis die virtuose Künstlerin Irith Gabriely. Daneben beteiligt oder initiiert das Bündnis Protestaktionen gegen rechte Gewalt wie rechtes Gedankengut, informiert großflächig vernetzt über Vorkommnisse aus der rechten Szene in der Region. So präsentierte das Bündnis im Vorjahr eine (stetig aktualisierte) Liste rechter Übergriffe, Propaganda und Zusammenschlüsse im Südhessischen Raum. Das „Bündnis Odenwald gegen Rechts – Bunt statt braun“ wurde nebst Urkunde mit einem Preisgeld von 2000 Euro gewürdigt. Vollkommenes Neuland ist für „Odenwald gegen Rechts“ die Preisverleihung nicht, bereits 2009 wurde das Bündnis im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ ausgelobt, und 2012 mit der Landesauszeichnung „Soziales Bürgerengagement“ vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration geehrt. glb

Weitere Preisträger waren:

Der Verein „Cafe Hope“ mit sozial-diakonischen Arbeit der Evangelischen-Freikirchlichen Gemeinde (EFG-Baptisten) in Kirchheim unter Teck. Das Projekt „Mit.Machen" des Heidelberger 3ALOG e.V.  zum interreligiösen Dialog. Alameda, Mainz, für ihr „öffentliches Atelier“. Der

Hilfskonvoi an die slowenisch-kroatische Grenze Ludwigshafen. Jugend gegen Gewalt, Andernach, für ihre Sportprojekte und Flüchtlingshilfe. „Ohne Stimme“, Saarbrücken,  ein Kulturprojekt für junge Menschen aus West- und Südosteuropa. „Peace for Syria“ Adelberg mit der Jugendgruppe „Grenzgänger“. „Schorndorf hilft“, Hilfe für Menschen in Not. „Jungfrau ohne Paradies“,  Mannheim, Theaterprojekt zu  religiös begründeter Extremismus. „Weinheim bleibt bunt“ Weinheim, Gegenbewegung des NPD-Bundesparteitag in Weinheim.  Theaterprojekt „Schams“,  St. Ingbert der örtlichen Flüchtlingshilfe. glb


 

Irmhild Rittmeyer und Harald Staier nehmen die Urkunde von  Alexandra Kurth entgegen.

 

Foto: Odenwald gegen Rechts

  

      

Preisverleihung des Aktiv-Wettbewerb 2016 in Heidelberg

Für das Projekt "Nachhaltigkeit durch Kontinuität" - 10 Jahre Odenwald gegen Rechts- wurde unser Bündnis ausgezeichnet.

Hier die Einladung zur Preisverleihung:

Liebe Preisträgerinnen und Preisträger, 

im vergangenen Jahr wurden Sie für Ihr Projekt als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2016 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) ausgezeichnet. Nun möchten wir Sie sehr gerne in einer öffentlichen Preisverleihung auszeichnen und Ihr Engagement vor Ort würdigen. 

Die Preisverleihung findet  

am Montag, 03. Juli 2017

von 15.00 bis 17.00 Uhr (anschließend Empfang)
Spiegelsaal im Verwaltungsgebäude Prinz Carl

Kornmarkt 1 – 69117 Heidelberg

statt.

(......)

Wir freuen uns darauf, Sie am 03. Juli persönlich kennen zu lernen! 

Mit freundlichen Grüßen 

Johanna Sokoließ

Bundeszentrale für politische Bildung
Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz
Themenbereiche Demokratie und Öffentlichkeitsarbeit
Friedrichstraße 50 / Checkpoint Charlie
10117 Berlin
Tel.: +49 (030) 254504-474
Fax: +49 (030) 254504-478
johanna.sokoliess@bpb.bund.de
www.buendnis-toleranz.de
www.bpb.de

 

 

  

„Warum ich erzähle…“

 

Meine Geschichte ist keine besondere. Es ist die Geschichte von eineinhalb Millionen Kindern, die keine Stimme mehr haben, um sie zu erzählen.

 

 

Gespräch mit der Zeitzeugin Henriette Kretz

   

Dienstag, 07. März 2017

19:30 Uhr

Kloster Höchst,

Kirchberg 3, 64739 Höchst im Odenwald

 

Henriette Kretz wurde am 26. Oktober 1934 in einer jüdischen Familie in Polen geboren. Immer wieder musste sich die Familie vor den heranrückenden Deutschen verstecken.

Ausstellungen „Rechtsaußen, Mittendrin“und "Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990"

     „RECHTSaußen – MITTENdrin?

     in Breuberg 

Wahlerfolge rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien, der Erfolg einer rechtsextremen Jugendkultur und die Akzeptanz rechtsextremer Einstellungen in Teilen der Bevölkerung machen deutlich, dass Facetten von Rechtsextremismus nicht nur „rechtsaußen“, sondern „mittendrin“ in unserer Gesellschaft sind.
 Doch was ist eigentlich Rechtsextremismus“? Wie verbreiten sind  rechtsextreme Einstellungen tatsächlich, wie entstehen sie und warum ist eine rechtsextreme Erlebniswelt für viele Jugendliche so attraktiv? Und vor allem 

          : Was kann man gegen Rechtsextremismus tun?

 

 „RECHTSaußen-MITTENdrin“ des „Beratungsnetzwerks Hessen- gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus“ bietet zahlreiche Antworten auf diese und weitere Fragen zu diesem Thema. Das Beratungsnetzwerk Hessen möchte mit dieser Ausstellung über Rechtsextremismus aufklären, sowie seine langjährige Beratungserfahrung nutzen, um den Besucherinnen und Besuchern Informationen und konkrete Handlungsmöglichkeiten gegen Rechtsextremismus (insbesondere in den Feldern Schule, Familie, Verein und Kommune) an die Hand zu geben.

 


Zusammen mit dieser Ausstellung zeigt das

Bündnis „Odenwald gegen Rechts“ seine Ausstellung

 

„Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt in Deutschland seit 1990“.   

Diese Ausstellung des Bündnises „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ möchte den vielen kaum bekannten Opfern einen Namen geben, öffentlich machen, dass sie nicht Opfer eines "normalen" Gewaltverbrechens wurden und die anhaltende Verdrängung rechter Gewalt thematisieren.

 

 

 

Sie starben, weil sie anders aussahen, anders dachten, anders lebten.

Ergänzend zur Schau „Mensch, du hast Recht(e)“ werden die Morde heutiger Rechtsextremer in der Ausstellung „Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990“ thematisiert.

Rosen und Kieselsteine zum christlichen und zum jüdischen Totengedenken

Wie bereits in den vergangenen Jahren veranstaltet die Stolperstein-Initiative Michelstadt auch 2016 zur Erinnerung an die Pogromnacht 1938 wieder einen Rundgang zu einer Reihe der in Michelstadt verlegten 59 Stolpersteine.

Zehn Jahre Aufklärungsarbeit

„ODENWALD GEGEN RECHTS" Bündnis blickt mit Festakt auf das bisher Geleistete zurück

Von Michel Lang 

MICHELSTADT. Mit einer Feier im Michelstädter Patat-Kleinkunstkeller haben Mitglieder und Gäste am Samstag    das zehnjähri­ge Bestehen der Initiative „Oden­wald gegen Rechts - bunt statt braun" gewürdigt.

10 Jahre "Odenwald gegen Rechts - bunt statt braun"

Zur Jubiläumsveranstaltung wird das Theater- Projekt von  Andreas Breiing und Carsten Kristofiak "Tischgespräche mit Hitler" aufgeführt.

Das Bündnis „Odenwald gegen Rechts“ als Anzuhörende zum Thema Rechtsextremismus im Hessischen Landtag

 „Mit Flüchtlingen und Asyl hat die rechte Szene ihr absolutes Thema gefunden“. Diese Aussage des hessischen Verfassungschutzpräsidenten Robert Schäfer bei der Anhörung im Wiesbadener Landtag am 7.9. fasste kurz zusammen, was primär während der 6-stündigen Veranstaltung erörtert wurde. Bei der besonderen Affinität der Rechtsextremisten zu Waffen und Gewalt könnten deren Straftaten auch in Terrorismus enden, warnt Schäfer.

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