Wir sind eine Initiative Odenwälder Bürgerinnen und Bürger, die sich am 04. Oktober 2006 gebildet hat. Unmittelbarer Anstoß waren die im Sommer angekündigten Neonazi-Aufmärsche im Odenwald. Wir wollen auf einer möglichst breiten gesellschaftlichen Basis viele Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Parteien, Gewerkschaften und andere Organisationen für eine Mitarbeit gewinnen. Wir haben uns nicht nur zum Ziel gesetzt, intolerantes Verhalten, Gewalt Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nachhaltig zu bekämpfen.
Wir wollen eine kritische Auseinandersetzung mit den Ursachen anstoßen.
Wir freuen uns über Menschen, die auch daran interessiert sind und diese Ziele teilen.
Machen Sie mit!
Polizei stellt Beweismaterial bei Neonazi-Terrorzelle in Zwickau sicher
Pressemitteilung 19.01.12
ODENWALDKREIS. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die Neonazi-Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) in Zwickau wurde von der Polizei zahlreiches Beweismaterial sichergestellt. Darunter befinden sich auch umfangreiche Daten von Personen und Institutionen im Odenwaldkreis, darunter die Geschäftsstelle der Odenwälder SPD in Michelstadt.
Die Sozialdemokratische Partei im Odenwaldkreis (SPD), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Odenwaldkreis und die Initiative „Odenwald gegen Rechts“ (OgR) machen deutlich: „Wenn Personen und Institutionen im Odenwaldkreis im Visier einer rechtsextremen Terrorzelle aus Zwickau stehen, stellt sich die Frage, wer die entsprechenden Informationen für mögliche Anschlagsziele im Odenwaldkreis an die Zwickauer Terrorzelle gemeldet hat. Offensichtlich war die Terrorzelle im rechtsextremen Lager breit vernetzt bis nach Südhessen hinein“.
SPD, DGB und OgR verweisen auf die breite Blutspur, die der braune Mordterror durch Deutschland gezogen hat und bekräftigen erneut ihre Forderung nach einem sofortigen Verbot aller neofaschistischen Parteien und Organisationen: „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Der braune Sumpf muss endlich trocken gelegt werden“.
Alle drei Organisationen machen deutlich: „Gegen rechte Gewalttäter muss energisch durchgegriffen werden. Auch die von der schwarzgelben Bundesregierung drastisch zusammengestrichenen Programme zur Finanzierung von zivilgesellschaftlichen Programmen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Neofaschismus müssen deutlich aufgestockt und erweitert werden. Ebenso wird die hessische Landesregierung aufgefordert, konsequent und nachhaltig gegen Rechtsextremismus vorzugehen“.
SPD, DGB und OgR rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, allen Erscheinungsformen von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten: „Hier ist die Zivilcourage jedes einzelnen gefordert“.
Horst Raupp
Regionssekretär

Samstag, dem 4. Februar 2012 um 16 Uhr
in Höchst in der Halle des TSV, Jahnstraße
TSV Höchst und Odenwald gegen Rechts laden Sportler und Bevölkerung zu Filmvorführung und Diskussion ein.
Formen von Diskriminierung und Rechtsextremismus – Rassismus, Sexismus und Homophobie – machen auch vor dem „Volkssport Nr. 1“ in Deutschland nicht halt. Mit einem Filmprojekt griffen das Fanprojekt des SV Darmstadt 98 und die Aktionsgemeinschaft bewegungsorientierte Sozialarbeit e.V. mit Jugendlichen der Ultras des SV Darmstadt 98 diese Themen auf und drehten einen Dokumentationsfilm. Dabei kommen zahlreiche Menschen zu Wort: Promis wie Steffi Jones, aber auch ein Aussteiger aus der rechtsextremen Szene.
Ab 15 Uhr kann in der Halle eine Ausstellung über Erkennungszeichen und Codes der rechtsextremen Szene besichtigt werden.
Nach dem Film stehen unter Moderation von Roger Nisch (DGB-Jugend) verschiedene Gesprächspartner für Rückfragen und Diskussion zur Verfügung: unter anderem Manfred Forell von der Initiative gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit im Kreis Bergstrasse. Auch Vertreter der Ultras Darmstadt, des Fanprojektes und der Mannschaft des SV Darmstadt 98 sind eingeladen.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Bündnis Odenwald gegen Rechts (OgR) in Zusammenarbeit mit TSV und Gemeinde Höchst. Der TSV-Vorsitzende und Bürgermeister Horst Bitsch, die Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises und der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Odenwaldkreis unterstützen die Veranstaltung tatkräftig.
Am Samstag,
12.11.2011
14:00 – 22:00 Uhr
Erwin-Hasenzahl Halle
Wiesenweg 28
64720 Michelstadt
Vor 50 Jahren begann die massenhafte und organisierte
Zuwanderung von türkischen Arbeitskräften mit Unterzeichnung
des Anwerbeabkommen zwischen Ankara und Bonn am 31. Oktober
1961. Die erste Gruppe der Gastarbeiter wurde in der Türkei mit
einem Orchester nach Deutschland verabschiedet. Die meisten der jungen
Gastarbeiter wollten wenige D-Mark ansparen und in die Heimat
zurückkehren. Doch für die meisten kam es anders...

10. November 2011, 19.30 Uhr
Vereinshaus, Jahnstraße 31
64711 Erbach
Zum Inhalt
Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland waren der BDV und seine Vorläuferorganisationen die wichtigsten Förderer der Reintegration der NS-Eliten auf allen Ebenen der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Über Jahrzehnte verfügten ehemalige NS-Aktivisten über großen Einfluss im BDV und seinen angegliederten Landsmannschaften.
Vortrag von Dr. Reiner Becker,wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Hafeneger und Koordinator des "Beratungsnetzwerkes Hessen" am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg
am 5. November 2011 um 9.30 Uhr
im Dorfgemeinschaftshaus Langen-Brombach,
Zeller Str. 33, 64753 Brombachtal
Der Vortrag findet im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung der Kreisjugendfeuerwehr in Kooperation mit dem Bündnis "Odenwald gegen Rechts" statt.
Odenwälder Schicksale: Wolfgang Stapp würdigt Zivilcourage und antifaschistisches Engagement gegen Nazi-Willkür
Widerstand: Franz Brunner aus Neustadt musste als Kommunist in der Nazizeit ins Konzentrationslager. Repro: Gabriele Lermann
Zehn Jahre seines Lebens der Freiheit und in Folge der Gesundheit beraubt, dies Schicksal widerfuhr dem Neustädter Georg Koch. „Sein Verbrechen war Zivilcourage und antifaschistisches Engagement“, erklärt der Regionalhistoriker Wolfgang Stapp. Am Montag referierte der Höchster im Bürgersaal des alten Rathauses über das Schicksal mutiger Ortsbürger, die im Widerstand gegen den National-Sozialismus verfolgt und inhaftiert wurden. Im Publikum waren auch Nachkommen der Verfolgten vertreten, die die Ausführungen Stapps manchmal aus der Sicht des Selbsterlebten bestätigen konnten.
Vortrag von Wolfgang Stapp am Montag, den 19. September,
um 19.00 Uhr im Bürgersaal in Neustadt
Mit seinem Vortrag gedenkt der Heimathistoriker Wolfgang Stapp in Wort und Bild der Neustädter Antifaschisten, die aktiv gegen das Terrorregime der Nazis Widerstand leisteten.
Ausführlich wird der Referent das Geschehen aufdecken und die Aktivitäten der kommunistischen Widerständler detailliert beschreiben und würdigen. Referent und Veranstalter versprechen sorgfältig recherchierte und packend präsentierte Heimatgeschichte, die auch über die Grenzen Breubergs hinaus Interesse finden sollte.
Veranstalter: Stadt Breuberg, DGB Ortsverband Unterzent, NaturFreunde Bad König, Odenwald gegen Rechts
ODENWALDKREIS. Die Initiative „Odenwald gegen Rechts“ setzt auf Zivilcourage in der Auseinandersetzung mit allen Erscheinungsformen von Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus: „Die feige, verbrecherische Ermordung von mehr als 70 Menschen durch einen Rechtsextremisten in Norwegen, die Aufrufe zu Hass und Gewalt durch Neonazis in Deutschland und die Bedrohung von engagierten Demokratinnen und Demokraten zeigen, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement gegen rechtsextreme Parolen sind“.
Odenwald gegen Rechts schließt sich dem Aufruf der Antifaschistischen Bildungsinitiative (Friedberg) an.

"Wir wollen rechtsextremen Ideologien in unserer Gesellschaft keinen Raum geben.
> Wir rufen alle Menschen auf zum friedlichen und entschlossenen Protest gegen die NPD-Demo am 16.07.2011 in Gießen und zur Unterstützung der dortigen Bündnisse.
Vortrag von Wolfgang Stapp im Clubraum der Fritz Walter Halle in
Lützel-Wiebelsbach