Zehn Jahre Aufklärungsarbeit

„ODENWALD GEGEN RECHTS" Bündnis blickt mit Festakt auf das bisher Geleistete zurück

Von Michel Lang 

MICHELSTADT. Mit einer Feier im Michelstädter Patat-Kleinkunstkeller haben Mitglieder und Gäste am Samstag    das zehnjähri­ge Bestehen der Initiative „Oden­wald gegen Rechts - bunt statt braun" gewürdigt.

Bei diesem Zusammenschluss engagierter Odenwälder handelt es sich um ein Bündnis für Men­schenrechte und Demokratie, in dem sich Schulen, Vereine, Gewerkschaften, Verbände, Partei­en, Kommunen, Kirchengemein­den und Bürger auf breiter gesell­schaftlicher Basis gegen das Er­starken der neuen Rechten wen­den.

Verurteilt werden Gewalt und Fremdenfeindlichkeit

Deutlich verurteilt werden into­lerantes Verhalten, Gewalt, Frem­denfeindlichkeit, Homophobie und Extremismus aller Art, „der hier aber momentan ausschließ­lich von den Rechten ausgeht", wie Sprecher Harald Staier in sei­ner Rede anmerkte. Immer wie­der komme es zu solchen Vorfäl­len.

So versuchten die neuen Rech­ten, besonders unter jungen Menschen Sympathisanten zu gewinnen und für ihre Ziele zu rekrutieren: „Deshalb sind wir an Schulen präventiv tätig und be­treiben Aufklärung, um den Ma­chenschaften solcher Gruppie­rungen entschieden entgegenzu­treten". Dabei setzt die Initiative Odenwald gegen Rechts" durchaus auf das kritische Gespräch und scheut keine Diskussionen.

Anlass zur Gründung des Bündnisses vor zehn Jahren waren angekündigte Aufmärsche von Neonazis im Odenwald.

Mit vielen Aktionen haben die Mitglieder seitdem Aufklärungsarbeit geleistet. „Wobei anfänglich auch manche Bürgermeister gegen unsere Veranstaltungen gewesen sind, da diese aus ihrer Sicht die Sicherheit und Ordnung gefährden könnten", merkte Staier an. Seinen besonderen Dank richtete der Chronist jener zehn Jahre politischer Aufklärungstätigkeit an Irmhild Rittmeyer (Michelstadt), die sich vorbildlich um die Vorbereitung von Veranstaltungen, um Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit kümmere.

Für die Ziele von „Odenwald gegen Rechts" sprach sich auch deutlich Lothar Mertens vom veranstaltenden Patat-Verein aus, indem er die große Anzahl hochkarätiger demokratischer Künstler nannte, die im Michelstädter Kleinkunstkeller bisher politisches Kabarett geboten haben. Während des Abends waren im Foyer thematisch korrespondierende Bilder des verstorbenen Breuberger Grafikers Klaus Riester zu bewundern. „Unsere Arbeit machen wir alle gern und ehrenamtlich, weil wir das für absolut notwendig halten. Rassisten und Nazis müssen entschieden bekämpft werden", erklärte Staier.