
10. November 2011, 19.30 Uhr
Vereinshaus, Jahnstraße 31
64711 Erbach
Zum Inhalt
Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland waren der BDV und seine Vorläuferorganisationen die wichtigsten Förderer der Reintegration der NS-Eliten auf allen Ebenen der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Über Jahrzehnte verfügten ehemalige NS-Aktivisten über großen Einfluss im BDV und seinen angegliederten Landsmannschaften.
Sie bestimmten die westdeutsche Erinnerungs- politik in deren Zentrum vielfältige Formen des Gedenkens an die deutschen „Opfer“ der Alliierten zelebriert wurden.
Außenpolitisch weigerte man sich die Ergebnisse des 2. Weltkrieges zu akzeptieren und forderte die Revision der europäischen Nachkriegsordnung.
In seinem Vortrag wird Erich Später auf zentrale Aspekte dieser Geschichte eingehen und auch über das geplante „Deutschland-Haus“ als Gedenkstätte in Berlin sprechen.
Der Referent:
Erich Später, Historiker, geboren 1959, Buchhändlerlehre, Studium in Berlin und Saarbrücken. Er arbeitet für die Heinrich-Böll-Stiftung und schreibt für die Zeitschrift "Konkret". Er veröffentlichte zahlreiche Artikel und Aufsätze sowie als Autor auch Bücher zur deutschen Nachkriegsgeschichte.
Veranstalter und Unterstützer
