ODENWALDKREIS. Die Initiative „Odenwald gegen Rechts“ setzt auf Zivilcourage in der Auseinandersetzung mit allen Erscheinungsformen von Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus: „Die feige, verbrecherische Ermordung von mehr als 70 Menschen durch einen Rechtsextremisten in Norwegen, die Aufrufe zu Hass und Gewalt durch Neonazis in Deutschland und die Bedrohung von engagierten Demokratinnen und Demokraten zeigen, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement gegen rechtsextreme Parolen sind“. Die Initiative betont, dass allein in Deutschland seit 1990 mehr als 130 Menschen von Neonazis ermordet wurden. Dazu kamen Brandanschläge, Überfälle, Körperverletzungen und NS-Propagandadelikte. Odenwald gegen Rechts erinnert in diesem Zusammenhang auch an die wiederholten Nazi-Schmierereien in Michelstadt und Erbach.
Die Initiative begrüßt ausdrücklich, dass sich Rechtsextremisten im Odenwaldkreis schwertun. Mit vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen, mit Gesprächsabenden mit Zeitzeugen und Überlebenden der Nazi-Diktatur, mit Information, Aufklärung, kulturellen Aktivitäten und der Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen trägt Odenwald gegen Rechts seit fünf Jahren dazu bei, dass Neonazis im Odenwaldkreis keinen Fuß auf die Erde bekommen: „Das soll auch in Zukunft so bleiben. Für rechte Schläger und braune Verbrecher ist im Odenwaldkreis kein Platz.“
Odenwald gegen Rechts ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, die Arbeit der Initiative zu unterstützen: „Es ist wichtig, wachsam zu sein und rechten Sprüchen und brauen Parolen klar und eindeutig entgegenzutreten – in der Schule, am Arbeitsplatz, im Verein und im Bekanntenkreis - überall. Hier ist die Zivilcourage jedes Einzelnen gefordert“.
Die Mitarbeit in der Initiative steht allen Personen offen, die die Ziele von Odenwald gegen Rechts unterstützen. Kontakte/Infos: www.odenwald-gegen-rechts.de, info@odenwald-gegen-rechts.de